Microsoft: Übernahme von Android?

News vom 23.10.2015

In einem Beitrag des Magazins „Turn on“ der Elektronikmarktkette Saturn wird über eine „schleichende Übernahme“ von Android durch den Software- und Hardware-Konzern Microsoft berichtet …

Online veröffentlicht wurde der Text am 2. Oktober 2015. Der Autor meint, dass Microsoft „offenbar“ nach und nach Android übernehmen wolle, statt bei seinem eigenen Betriebssystem Windows für Smartphones bessere Nutzer-Zahlen zu erzielen. Er spricht sogar von einem „Angriff auf Google“, der „subtil“, jedoch wirksam sei.

Strategiewechsel bei Microsoft?
In den vergangenen Jahren hat Microsoft mehrere Versuche unternommen, um Smartphone- und Tablet-Nutzer dazu zu bewegen, sich für Windows als Betriebssystem zu entscheiden. Als ein weiterer und möglicherweise letzter Versuch wurde und wird die Veröffentlichung von Windows 10 gesehen. Zum Vergleich: Android, das Betriebssystem von Google, ist aktuell global auf über 80 Prozent aller Smartphones installiert.

Nun sehe es so aus, dass Microsoft eine neue Strategie fahre: „Anstatt unnötige Ressourcen zu verschwenden“ bei dem Unterfangen, Windows „auf die Geräte möglichst vieler Smartphone-Hersteller zu bekommen“, bevorzuge es das Unternehmen nun, „seine sonstige Software in Form von Apps auf möglichst vielen Android-Smartphones zu platzieren“. Das schreibt der Autor hier unter turn-on.de.

Wie viele Hersteller kooperieren mit Microsoft?
Bislang habe Microsoft Verträge mit Dell, LG, Samsung und Sony über die Integration eigener Apps auf Android-Geräten geschlossen: „Alle vier Hersteller werden ihre neuen Android-Smartphones und -Tablets in Zukunft mit vorinstallierten Microsoft-Programmen“ auf den Markt bringen. Dazu gehören zum Beispiel Office, OneDrive, Outlook und Skype.

Als Nächstes stehe ein Vertragsschluss mit Asus auf der Agenda. Mit dieser Vorgehensweise adaptiere Microsoft Googles Strategie, Programme wie Google Chrome oder Google Maps nicht nur bei Nutzern von Android populär zu machen, sondern auch bei Nutzern von iOS und Mac OS von Apple oder Windows, also bei Anwendern von Betriebssystemen der Konkurrenz.

Übrigens hatte Google Ende September dieses Jahres bekannt gegeben, dass Android-Geräte zukünftig mit weniger eigenen vorinstallierten Apps ausgeliefert werden sollen und dass das Löschen zahlreicher Google-Apps ohne Root möglich werden soll.

Google geht, Microsoft kommt?
Diese allmähliche Übernahme sei für Google „durchaus nicht unproblematisch. Denn an Android selbst verdient der Entwickler kein Geld, da er das Betriebssystem den Herstellern kostenlos zur Verfügung stellt“. Google verdient nämlich vor allem daran, dass möglichst viele Menschen Google-Apps verwenden.

Sollte der Plan von Microsoft – wenn er denn tatsächlich einer ist – aufgehen, „wäre dies wohl als subtiler, aber ernst zu nehmender Angriff auf die Machtstellung von Google im mobilen Sektor zu werten“.

(eh/teledir)
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