Was ist VDSL? Infos über Anbieter, Geschwindigkeit, Nutzen usw.

Mit VDSL sind rasend schnelle Übertragungsgeschwindigkeiten im Internet möglich. Allerdings ist das VDSL-Netz deutschlandweit bislang wenig ausgebaut, obwohl es durch die darüber realisierten Triple-Play-Angebote recht beliebt ist.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einen Überblick über derzeitige Angebote, die VDSL-Technologie an sich sowie zahlreiche weitere Informationen zur Verfügung, die wir wie folgt gegliedert haben:

  1. Wer bietet VDSL an?
  2. Was ist VDSL?
  3. Wie funktioniert VDSL?
  4. Wie schnell ist VDSL?
  5. Wo ist VDSL verfügbar?
  6. Für wen lohnt sich VDSL?
  7. Welche Alternativen gibt es?
  8. Sie haben weitere Fragen rund um das Thema VDSL?

1. Wer bietet VDSL an?
Der Markt der VDSL-Anbieter und deren Angebote ist recht überschaubar. Momentan wird VDSL nur von wenigen Anbietern wie 1&1, congstar, der Deutschen Telekom, Vodafone sowie einigen lokalen Anbietern angeboten. Weitere VDSL Anbieter dürften aber folgen. Diese Tarife stehen aktuell zur Auswahl:

VergleichDSL Speed
in KB
Flatrate
DSL/Telefon
ZugangsartLaufzeitKosten

VDSL Zuhause M 50
50.000 KB / VDSL 24 Monate
25.78 €/Monat

Preisdetails

Surf&Fon-Flat 18
18.000 KB / VDSL 24 Monate
27.40 €/Monat

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O2 DSL All-in L
50.000 KB / VDSL 24 Monate
27.91 €/Monat

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Doppel Flat 50000
50.000 KB / VDSL 24 Monate
29.99 €/Monat

Preisdetails

O2 DSL All-in L
50.000 KB / VDSL 1 Monat
29.99 €/Monat

Preisdetails

Doppel Flat 50000
50.000 KB / VDSL 1 Monat
29.99 €/Monat

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Surf&Fon-Flat 50
50.000 KB / VDSL 24 Monate
30.32 €/Monat

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VDSL Zuhause M 100
100.000 KB / VDSL 24 Monate
30.78 €/Monat

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MagentaZuhause M
50.000 KB / VDSL 24 Monate
33.20 €/Monat

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O2 DSL All-in XL
100.000 KB / VDSL 24 Monate
34.78 €/Monat

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DSL 50 komfort
50.000 KB / VDSL 24 Monate
34.95 €/Monat

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O2 DSL All-in XL
100.000 KB / VDSL 1 Monat
36.87 €/Monat

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MagentaZuhause L
100.000 KB / VDSL 24 Monate
37.95 €/Monat

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Surf&Fon-Flat 100
100.000 KB / VDSL 24 Monate
39.28 €/Monat

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congstar komplett 2 Glasfaser
100.000 KB / VDSL 1 Monat
39.99 €/Monat

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congstar komplett 2 Glasfaser
100.000 KB / VDSL 24 Monate
39.99 €/Monat

Preisdetails

2. Was ist VDSL?
VDSL steht für “Very High Speed Digital Subscriber Line” und bedeutet übersetzt so viel wie Hochgeschwindigkeits-Leitung. Der Name ist nicht von ungefähr, denn VDSL ist bis zu sechs mal schneller als herkömmliches DSL. Dadurch ergeben sich einige neue Nutzungsmöglichkeiten - allen voran das sogenannte “Triple-Play”, das neue Maßstäbe in Sachen audiovisueller Unterhaltung setzt. Hierbei wird neben einem Telefonanschluss und Internetzugang nun auch Fernsehen (IP-TV) bzw. Video-on-Demand in HDTV-Qualität angeboten. Um in den Genuss dieser neuen Technik zu kommen ist allerdings auch ein VDSL-fähiger Router bzw. ein VDSL-fähiges Modem erforderlich. Ältere Geräte unterstützen diesen Standard nicht.

3. Wie funktioniert VDSL?
Grundsätzlich gibt es zwei VDSL-Standards: VDSL 1 und VDSL 2. Beide werden über ein Glasfasernetz betrieben, dessen Ausbau sehr kostenintensiv ist. In Deutschland hat sich VDSL 2 durchgesetzt. Die VDSL 2-Infrastruktur ist eine klassische FTTC-Installation (Fibre to the Curb, Glasfaser bis zum Bordstein). Sie ist Teil eines Hybrid-Netzes, denn die letzten Meter vom Kabelverzweiger bzw. der Vermittlungsstelle (auch DSLAM genannt - beide sind in der Regel in den “schmückenden” grauen Kästen am Straßenrand installiert) zum Endkunden werden über das klassische Kupfertelefonkabel (die sogenannte letzte Meile, auch Teilnehmeranschlussleitung (TAL) genannt) überbrückt. Genau wie bei DSL sind also auch bei VDSL Vermittlungsstellen notwendig, um die Geschwindigkeit über die Leitung zu halten. Und genau das ist zugleich das größte Problem dieser Technologie, denn je weiter der Anschluss eines VDSL-Nutzers von der Vermittlungsstelle entfernt ist, desto mehr sinkt die Geschwindigkeit. Die Entfernung darf hierbei nicht länger als 500 Meter sein, um die Anschlussleitungen mit der vollen Bandbreite zu versorgen. Darüber hinaus sinkt die Geschwindigkeit rapide auf DSL-Niveau ab.

4. Wie schnell ist VDSL?
Mit VDSL sind aktuell Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s im Downstream und bis zu 10 Mbit/s im Upstream möglich. Mit der Technologie FTTB (Fiber to the Building, Glasfaser bis zum Gebäude), die derzeitig von einigen Anbietern parallel ausgebaut wird, erhöhen sich diese Geschwindigeiten sogar auf bis zu 100 Mbit/s im Downstream und bis zu 20 Mbit/s im Upstream.
Am weitesten verbreitet sind momentan allerdings VDSL 25, womit 25 Mbit/s im Downstream und bis zu 5 Mbit/s im Upstream erreicht werden können sowie VDSL 50, das im Downstream 50 Mbit/s erzielt und im Upstream 10 Mbit/s. Wie man anhand der Daten sieht, ist VDSL asymmetrisch ausgerichtet, da der Daten-Download wesentlich schneller von statten geht als der Upload. Dies ist bei DSL ebenso der Fall.

Die in VDSL-Tarifen vollmundig angepriesene Geschwindigkeit kann in der Realität aber wesentlich langsamer ausfallen. Dies hat mehrere Gründe. Zum einen ist die Geschwindigkeit abhängig von der Zahl der tatsächlichen Nutzer, die gleichzeitig surfen und zum anderen ist die Länge des Kupferkabels vom Kabelverzweiger bis zum Teilnehmeranschluss entscheidend, wie wir hier bereits beschrieben haben.
Generell müssen VDSL-Anschlüsse allerdings immer eine Mindestbandbreite zur Verfügung stellen, die jedem Nutzer verbindlich zugesichert wird. Bei VDSL 25 beträgt diese 16,7 MBit/s im Downstream und 1,6 MBit/s im Upstream und bei VDSL 50 muss der Downstream mindestens 27,9 MBit/s betragen und der Upstream 2,7 MBit/s.

5. Wo ist VDSL verfügbar?
Der Ausbau des Glasfasernetzes ist enorm teuer. Daher ist VDSL derzeitig überwiegend in Ballungsgebieten verfügbar, da hier die meisten potentiellen Kunden anzutreffen sind. Insgesamt können bereits über 11. Mio Anschlüsse in mehr als 50 deutschen Städten mit VDSL versorgt werden. Aber auch in ländlicheren Regionen geht man von 1 Mio. Anschlüsse aus, die von den Vorzügen von VDSL profitieren können. Aktuell stagniert der Glasfaserausbau jedoch. Dies könnte sich aber schon bald ändern, da die Telekom in eine neue Technik namens “Vectoring” investieren möchte. Hiermit lassen sich die bereits bestehenden Kupferleitungen zu wesentlich günstigeren Preisen, als dies aktuell beim VDSL-Ausbau der Fall ist, beschleunigen. Von bis zu 100 Mbit/s im Downstream und 40 Mbit/s im Upstream ist die Rede. Das Genehmigungsverfahren hierfür wurde von der Bundesnetzagentur bereits im April 2013 erfolgreich abgeschlossen. Somit steht der Investition nichts mehr im Wege. Mit der Vectoring-Technologie könnten bis 2016 bis zu 24 Millionen Haushalte mit VDSL 2-Vectoring erschlossen werden.

Tipp: wer seine VDSL-Verfügbarkeit online prüfen möchte, der kann dies hier tun.

6. Für wen lohnt sich VDSL?
Für normale Nutzer sind VDSL-Anschlüsse eigentlich vollkommen überdimensioniert. Aber mittlerweile benötigen neue Anwendungen und Dienste derart hohe Bandbreiten, dass die Nachfrage danach steigt. Allen voran sind die sogenannten Triple-Play-Angebote zu nennen. Hierbei werden drei Dienste zusammen angeboten: (IP-)Telefonie, Internet und audiovisuelle Unterhaltung in Form von IPTV und Video-on-Demand in HD-Qualität.

Darüber hinaus ist VDSL für all diejenigen von Vorteil, die oftmals größere Mengen an Daten aus dem Internet herunterladen und dabei keine unnötige Zeit verlieren möchten. Auch in Haushalten, in denen sich mehrere Nutzer häufig zeitgleich einen Internetzugang teilen, ist VDSL von Vorteil, da durch die hohe Bandbreite für jeden genug übrig bleibt.

7. Welche Alternativen gibt es?
Wer auf schnelles Internet und Triple-Play-Angebote setzt, für den dürften neben VDSL insbesondere die Kabelanbieter eine echte Alternative darstellen. Darüber hinaus könnte auch LTE von Interesse sein. Hiermit lassen sich Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Downstream erzielen.

8. Sie haben weitere Fragen rund um das Thema VDSL?
Eventuell liefert die folgende Liste darauf bereits eine Antwort. Wenn nicht, dann lassen Sie sich kostenlos von anderen Nutzern helfen und stellen Sie ihre Frage einfach in unserem Fragen- und Antworten-Bereich. Viel Erfolg!

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