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Fragen / DSL

Was bedeutet letzte Meile?

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  1. Bei Telekommunikationsnetzen (beim Telefonieren und für DSL) spricht man z. B. von der letzten Meile. Sie wird auch als Teilnehmeranschlussleitung (TAL) bzw. Amtsleitung bezeichnet. Hier ist damit der letzte Abschnitt der Leitung gemeint, der von den Vermittlungsstellen des Netzbetreibers weiter bis direkt zum Hausanschluss bzw. zum Telefonanschluss der Teilnehmer führt. Dieser besteht in der Regel aus einer Kupferleitung und darf nur wenige Kilometer lang sein, um die Leitungsdämpfung so niedrig wie möglich zu halten, denn je länger die Leitung, desto mehr sinken die via DSL realisierbaren Datenraten.
    Die letzte Meile gehört einem oder mehreren Netzbetreibern. In Deutschland ist überwiegend die Telekom in dessen Besitz. Der Grund hierfür ist historisch bedingt, da die Telekom einst ein Monopol für den Telefondienst inne hatte und das gesamte Telefonnetz bis 1989 aus Steuermitteln aufbaute. Als das Monopol fiel und der Markt privatisiert wurde, ist die Telekom aus wettbewerbsrechtlichen Gründen gesetzlich dazu verpflichtet worden, anderen Anbietern den Zugang zur letzten Meile gegen ein Entgelt (10,08 Euro im Monat, ab Juli 2013 dann 10,19 Euro im Monat), das durch die Regulierungsbehörde reguliert wird und immer wieder für Streitigkeiten sorgt, zu ermöglichen. Mittels Entbündelung der letzten Meile vom Festnetzanschluss bekommen so auch andere Anbieter die Möglichkeit, einen direkten Kundenzugang zu erhalten, um eigene Tarife anbieten zu können.

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