Was ist LTE?

LTE (kurz für: Long Term Evolution) ist der umgangssprachliche Begriff für die Internet-Zugangstechnik 4G - dem Nachfolger von UMTS (3G). Hierbei handelt es sich um einen Mobilfunkstandard, der über Funktechnik realisiert wird und dabei auf eine schnelle Datenübertragung im Mobilfunknetz setzt.
Was darüber hinaus sonst noch wissenswert rund um die LTE-Technologie ist, haben wir im Folgenden zusammengetragen:

  1. Welche LTE-Anbieter gibt es?
  2. Wie funktioniert die LTE-Technik?
  3. Welche LTE-Frequenzen gibt es in Deutschland?
  4. Wie schnell ist LTE?
  5. Warum gibt es eine LTE-Drosselung?
  6. Was kostet LTE und warum ist LTE so teuer?
  7. Wann kommt LTE - wo gibt es LTE in Deutschland bereits?
  8. Welche Vorteile hat LTE?
  9. Wozu braucht man LTE, für wen lohnt sich LTE?
  10. Braucht man spezielle Hardware? Welcher Router ist für LTE geeignet?

1. Welche LTE-Anbieter gibt es?
LTE wird in Deutschland bislang nur von wenigen Anbietern angeboten. Dazu zählen neben der Telekom noch Vodafone und O2, die derzeitig die folgenden LTE-Tarife vertreiben:

VergleichDSL Speed
in KB
Flatrate
DSL/Telefon
ZugangsartLaufzeitKosten

LTE für zuhause
7.200 KB / Mobil (LTE) 12 Monate
27.40 €/Monat

Preisdetails

Call & Surf Comfort Funk S
16.000 KB / Mobil (LTE) 24 Monate
33.20 €/Monat

Preisdetails

Call & Surf Comfort Funk M
50.000 KB / Mobil (LTE) 24 Monate
37.95 €/Monat

Preisdetails

Call & Surf Comfort Funk L
100.000 KB / Mobil (LTE) 24 Monate
47.45 €/Monat

Preisdetails

LTE Zuhause M
21.600 KB / Mobil (LTE) 24 Monate
34.99 €/Monat

Preisdetails

LTE Zuhause S
7.200 KB / Mobil (LTE) 24 Monate
24.99 €/Monat

Preisdetails

LTE Zuhause L
50.000 KB / Mobil (LTE) 24 Monate
44.99 €/Monat

Preisdetails

2. Wie funktioniert die LTE-Technik?
LTE ist ein Mobilfunkstandard, der über Funk realisiert wird. Hiebei spielen Funkzellen eine zentrale Rolle, in die jedes Mobilfunknetz aufgeteilt ist. In einem idealen Funknetz besteht eine flächendeckende, wabenartige Struktur von sich überlappenden Funkzellen, um die Übertragung der Funksignale so lückenlos wie möglich zu gewährleisten. Funkzellen werden dabei immer von sogenannten Basistationen aus versorgt. Gut ausgebaute Funknetze verfügen über unzählige Basisstationen von unterschiedlicher Größe, die stark von geografischen Gegebenheiten abhängig ist. Zudem spielt die Anzahl der Mobilfunknutzer eine erhebliche Rolle, denn je mehr Nutzer eine Zelle gleichzeitig nutzen, und desto mehr Daten darin übertragen werden, desto stärker schrumpft sie. Dadurch nehmen Interferenzen zu, was zur Abnahme der Datenübertragungsrate führen kann bzw. zum Zusammenbruch eines Netzes, wie man es z. B. von Silvester her kennt.
Positiv am LTE-Standard ist, dass er die komplette Infrastruktur der UMTS-Technologie nutzt. Die hierfür verwendeten Sendemasten müssen nur entsprechend angepasst werden. Hierdurch ist mit einem schnellen und kostengünstigen Ausbau der LTE-Technologie zu rechnen.

3. Welche LTE-Frequenzen gibt es in Deutschland?
In Deutschland wurden durch die Bundesnetzagentur im April 2010 vier Frequenzblöcke an die vier Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus versteigert. Aktuell werden drei davon genutzt. Dazu zählen Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, und 2,6 GHz. Zusätzlich gibt es das 2 GHz Frequenzband, das allerdings noch für UMTS-Dienste genutzt wird aber spätestens ab Juni 2014 auch für LTE zur Verfügung stehen soll. Dies wurde durch die Europäische Kommission mit Verweis auf die Digitale Agenda im Dezember 2012 beschlossen.

LTE-Frequenzbänder
Netzbetreiber 800 MHz 1,8 GHz 2,0 GHz 2,6 GHz
E-Plus - X X X
O2 X - X X
Telekom X X - X
Vodafone X - X X

Im Besitz des 1800 MHz Frequenzbereiches ist neben der Telekom auch E-Plus. Bis auf die Telekom wurde der 2000 MHz Bereich von allen weiteren Anbietern ersteigert. Den 2600 MHz Frequenzbereich konnten alle vier Mobilfunkanbieter ersteigern. Der 800 MHz Bereich wurde von O2, Telekom und Vodafone ersteigert und gilt als “Digitale Dividende”, da dieser von der Bundesnetzagentur dazu auserkoren wurde, die sogenannten “weißen Flecken” (mit Breitbandinternet unterversorgte Regionen) mit Hilfe eines Stufenplanes zu beseitigen.

4. Wie schnell ist LTE?
LTE ist eine der schnellsten Übertragungsarten für Daten in und aus dem Internet. Hiermit sind theoretisch Downloadraten von bis zu 300 Mbit/s im Download realisierbar. Über LTE-Advanced lässt sich die Geschwindigkeit zukünftig sogar bis auf 1000 Mbit/s steigern. Bereits jetzt lassen sich über das LTE-Netz Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s im Downstream und 50 Mbit/s im Upstream erzielen. Damit ist LTE mehr als sechs mal so schnell wie ein herkömmlicher DSL 16.000 Anschluss.
Zudem ist die sogenannte “Latenz” bzw. “Ping-Zeit” bei LTE geringer als beim Vorgänger - dem UMTS-Standard. Das LTE-Netz antwortet also schneller als das UMTS-Netz, wodurch Webseiten in der Regel zügiger geladen werden.
Zum Vergleich: Der Download von 1 GB Daten dauert mit 100 Mbit/s bei idealen Bedingungen ungefähr 1 Minute und 21 Sekunden. Für die gleiche Datenmenge benötigt DSL 16.000 etwa 8 Minuten und 32 Sekunden.
Tipp: Mit unserem kostenlosen LTE Speedtest lässt sich im Handumdrehen die Geschwindigkeit einer LTE-Verbindung ermitteln.

5. Warum gibt es eine LTE-Drosselung?
LTE wird über das Mobilfunknetz realisiert. Genau wie bei allen Mobilfunkflatrates gibt es daher auch bei LTE-Tarifen eine sogenannte Bandbreitendrosselung, die zur Folge hat, dass die maximal mögliche Geschwindigkeit nach Überschreiten eines bestimmten Volumens (je nach Tarif liegt das Inklusivvolumen aktuell zwischen 10 und 30 Gigabyte) für den Rest eines Monats auf max. 64 Kbit/s gedrosselt wird. Hiermit soll einer Überlastung der Netze durch Personen, die häufig besonders große Datenmengen übertragen, vorgebeugt werden. Eine Überbeanspruchung von Funkzellen in Mobilfunknetzen ist nämlich ein echtes Problem, da deren Leistungsfähigkeit dadurch sinkt, wodurch wiederum alle anderen Nutzer im schlimmsten Fall mit schlechteren Verbindungen und niedrigeren Geschwindigkeiten auskommen müssen. Zum Wohle aller User setzen die Betreiber von Mobilfunknetzen daher auch im Rahmen von LTE eine Bandbreitendrosselung ein.

6. Was kostet LTE und warum ist LTE so teuer?
LTE gibt es als Festnetzersatz für DSL (stationär) oder für unterwegs (für Tablets, Notebooks uns Smartphones). Die Kosten werden in erster Linie durch die jeweilige Geschwindigkeit und der Höhe des enthaltenen Inklusivvolumens bestimmt. Für echte Power-User sind daher möglichst schnelle Tarife mit einem hohen Inklusivvolumen empfehlenswert. Im Vergleich mit einem wesentlich langsameren DSL 16000 Anschluss sind stationäre LTE Tarife noch deutlich teurer. Dies hängt in erster Linie mit der noch neuen LTE-Technologie zusammen, für dessen Netzausbau die einzelnen Anbieter erhebliche Kosten zu tragen hatten und immer noch haben.
Tipp: Für einen möglichst umfangreichen Preisüberblick empfiehlt sich unser Vergleich.

7. Wann kommt LTE - wo gibt es LTE in Deutschland bereits?
Der Startschuß für LTE ist erfolgt. Bereits 2011 wurden die ersten Angebote auf den Markt gebracht. Seitdem nimmt die LTE-Verfügbarkeit in Deutschland rasant zu. Der Ausbau wird nach einem Stufenplan der Bundesnetzagentur vorangetrieben, der für die vier Netzanbieter Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus, die 2010 die Lizenzen für LTE erworben haben, verschiedene Prioritätsstufen vorsieht. Danach musste der Ausbau von LTE zuerst in ländlichen Regionen vorangetrieben werden, die vom Internet weitgehend abgekapselt waren. Sobald diese Gebiete über einen Internetanschluss verfügten, durfte LTE auch in besser erschlossenen Regionen Deutschlands vertrieben werden. Daher wurden zuerst kleinere Städte und Gemeinden erschlossen. Großstädte folgten. Genaueres ist hier nachzulesen.
Bis Ende 2012 sollte LTE bereits in weiten Teilen Deutschlands verfügbar sein. Dennoch gibt es aktuell noch immer zahlreiche Gebiete, die noch nicht mit der LTE-Technik versorgt sind.
Tipp: ob LTE in einer Region bzw. an einem speziellen Wohnort verfügbar ist, kann mit Hilfe von unserem LTE-Verfügbarkeits-Check ermittelt werden.

8. Welche Vorteile hat LTE?
Der größte Vorteil von LTE ist, dass der neue Mobilfunkstandard allen Bundesbürgern die Hoffnung auf eine flächendeckende Versorgung von Breitband-Internetanschlüssen in Aussicht stellt.
Darüber hinaus bringt LTE noch einige weitere Vorteile mit sich wie z. B. die rasanten Übertragungsgeschwindigkeiten, die jede Menge Potential für zukunftsträchtige Anwendungen zulassen. Von den max. möglichen 1000 Mbit/s werden derzeitig erst Zugänge mit max. 100 Mbit/s vermarktet.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass LTE im Stadtgebiet auf kleinere Funkzellen setzt, was zur Folge hat, dass sich weniger Internetnutzer eine Zelle teilen müssen. Durch die weniger stark ausgelasteten Zellen ist eine bessere Performance mit hohen Datenübertragungsraten sowohl im Up- als auch Download möglich, wodurch das Surferlebnis für den User verbessert wird.
Zudem bringt LTE sehr gute Mobilitätseigenschaften mit und ist daher ideal geeignet, um etwa auch bei Bahnfahrten in den Genuss von Highspeed-Internet zu kommen.

9. Wozu braucht man LTE, für wen lohnt sich LTE?
Laut Bundesnetzagentur ist LTE in erster als klassischer DSL-Ersatz für Regionen gedacht, in denen zuvor kein Breitbandinternet zur Verfügung stand. Dort soll es Menschen zu einer zeitgemäßen Internetverbindung verhelfen.
Darüber hinaus bieten aber mittlerweile immer mehr Anbieter LTE-fähige Geräte an, sodass LTE über kurz oder lang den UMTS-Standard der 3. Generation komplett ablösen wird und schnelle Internetverbindungen in weiten Teilen Deutschlands über mehrere Geräteklassen- und Typen hinweg sowohl stationär als auch mobil ermöglichen wird.
Neben schnellen Downloads mit stationärem LTE lohnt sich mobiles LTE in erster Linie für Personen, die auch unterwegs häufig größere Datenmengen herunterladen müssen und vom Zeitgewinn durch die geringere Downloadzeit profitieren.

10. Braucht man spezielle Hardware? Welcher Router ist für LTE geeignet?
Wer LTE stationär verwenden möchte, der benötigt einen speziellen LTE-Router bzw. ein LTE-Modem, um einen Computer oder das Heim- bzw. Büronetzwerk mit dem LTE-Netzwerk zu verbinden. Derlei Geräte kann man bei der Bestellung eines LTE-Tarifes meist mit bestellen. Aber Achtung: Alte DSL- bzw- VDSL-Router funktionieren mit dem neuen LTE-Standard nicht!
Möchte man LTE auch mobil nutzen, muss man auf LTE-fähige Smartphones, Tablets und Surfsticks achten. Ältere Geräte unterstützen den Standard nicht.

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