Mobilfunktarife

Die Anzahl der SIM-Karten ist in den letzten Jahren in Deutschland in astronomische Höhen gestiegen. Mehr als 113 Millionen wurden im 2. Quartal 2013 von der Bundesnetzagentur gezählt. Damit besitzt jeder Deutsche rein rechnerisch knapp 1,4 Mobilfunktarife. Zudem sind laut ComScore bereits über 50 Prozent der in Deutschland genutzten Handys Smartphones. Dadurch hat sich die Kommunikation und das Datenaufkommen grundlegend verändert. Das mobile Internet ist in der breiten Masse der Bevölkerung angekommen. Dies spiegelt sich auch in der Struktur der Mobilfunktarife wieder. Internet-Flatrates werden verstärkt nachgefragt, worauf die Anbieter mit passenden Angeboten reagieren. Durch die steigende Masse an Mobilfunktarifen ist der Markt jedoch immer unübersichtlicher geworden. Wir helfen dabei, den Durchblick zu bewahren. Daher haben wir im Folgenden Wissenswertes rund ums Thema Mobilfunktarife zusammengetragen:

  1. Was für Arten von Mobilfunktarifen gibt es?
    1. Flatrate-Tarife
    2. Minutenpakete
    3. Prepaid-Tarife
    4. Tarife mit Kostenschutz
  2. Wie findet man den richtigen Mobilfunktarif?
    1. Die Wahl des Mobilfunknetzes
    2. Welcher Nutzertyp sind Sie?
    3. Vergleichen Sie
  3. Tipps: darauf sollte man bei einem Mobilfunktarif achten
  4. Welche Mobilfunktarife gibt es?

1. Was für Arten von Mobilfunktarifen gibt es?
Wer sich für einen Mobilfunktarif entscheidet, der hat die Qual der Wahl. Neben den vier Netzbetreibern E-Plus, O2, Telekom und Vodafone stehen auch zahlreiche Tarife der Mobilfunk-Discounter mit unterschiedlichsten Eigenschaften zur Verfügung, die wir nun kurz vorstellen möchten.

1.1. Flatrate-Tarife
Flatrate-Tarife zeichnen sich durch ihren Pauschalpreis aus, zu dem man monatlich verschiedene Dienste nutzen kann. Flatrates werden z. B. für Telefonate, für SMS oder für das Internet angeboten. Aber Achtung, häufig werden Tarife als Flatrate-Tarife angepriesen obwohl man damit nur zum Pauschalpreis in bestimmte Netze telefonieren kann. Erst die sogenannte Allnet-Flatrate ermöglicht das Telefonieren zum Pauschalpreis sowohl ins deutsche Festnetz als auch in alle deutschen Mobilfunknetze.

1.2. Minutenpakete
Minutenpakete haben ein bestimmtes Kontingent an Freiminuten pro Monat. Ist dieses überschritten, werden Telefonate pro verbrauchter Minute abgerechnet. Bis dahin zahlt man einen monatlichen Pauschalpreis. Nachteil: nicht verbrauchte Freiminuten verfallen am Ende eines Monats und können nicht in den nächsten Abrechnungszeitraum übertragen werden.

1.3. Prepaid-Tarife
Prepaid-Tarife kommen ohne lange Vertragslaufzeiten aus. Ein weiterer Vorteil ist die volle Kostenkontrolle, denn nur so lange Guthaben auf dem Kundenkonto ist, kann man mit einem solchen Tarif telefonieren oder SMS schreiben.

1.4. Tarife mit Kostenschutz
Durch den sogenannten Kostenschutz werden Prepaid-Tarife zum Flatrate-Tarif, denn damit zahlt man für Telefonate und SMS nur solange, bis eine tarifspezifische Kostengrenze erreicht ist. Ist dieser Betrag erreicht, kann man für den Rest des Monats umsonst telefonieren und SMS schreiben. Allerdings werden bislang nur wenige Prepaid-Tarife mit Kostenschutz angeboten.

2. Wie findet man den richtigen Mobilfunktarif?
Die Wahl eines Mobilfunktarifes sollte stets von den eigenen Präferenzen abhängig sein. Es gilt also, den Tarif möglichst treffend auf das eigene Telefonier- und Surfverhalten abzustimmen und das passende Mobilfunknetz zu finden.

2.1. Die Wahl des Mobilfunknetzes
Traut man Studien wie dem “Mobilfunkmonitor 2012″ der E-Plus-Gruppe, so lassen sich Trends bei der Wahl des Mobilfunknetzes ableiten. Demnach wird das D1-Netz der Telekom insbesondere in der Altersgruppe 40 bis “60 plus” genutzt, das D2-Netz von Vodafone eher von den 30 bis 49-jährigen, das Netz von E-Plus von den 14 bis 29-jährigen und das von O2 ebenfalls von einer jungen Zielgruppe.
Darüber hinaus ist es jedoch ratsam, sich ein eigenes Bild zu verschaffen und die Netzabdeckung der Mobilfunknetze an den Orten zu überprüfen, an denen man sein Mobiltelefon am meisten nutzt. Hierfür stellen die Netzbetreiber sogenannte Netzabdeckungs-Karten zur Verfügung.
Das Fachmagazin “connect” testet die vier deutschen Mobilfunknetze übrigens jährlich. Was dabei bisher heraus kam, kann man dem Netztest entnehmen.

2.2. Welcher Nutzertyp sind Sie?
Um den bestmöglichen Mobilfunktarif zu finden, ist eine Bedarfsanalyse hilfreich. Hier gilt es, die folgenden Fragen möglichst treffend zu beantworten:

  • Wie viele Minuten telefonieren Sie im Monat mit dem Mobiltelefon?
  • Wie viele SMS schreiben Sie pro Monat?
  • Benötigen Sie einen Internetzugang für ihr Mobiltelefon?

Danach lässt sich das mobile Telefonverhalten gut kategorisieren. Wer z. B. nicht mehr als 100 Minuten pro Monat telefoniert, 50 SMS schreibt und max. 200 MB Datenvolumen benötigt, der wird als “Normaltelefonierer” eingestuft. Tarife mit Inklusivvolumen sind hier meist die beste Wahl. Wer diese Werte unterschreitet, der gilt als “Wenigtelefonierer”. Für diesen Nutzertypen eignen sich Prepaid-Tarife sehr gut. Smartphone-Besitzer sollten zudem bei Bedarf über eine Internet-Flatrate nachdenken. Handynutzer, die die gerade erwähnten Werte überschreiten, gelten als “Vieltelefonierer”. In diesem Fall rechnen sich Flatrate-Tarife am ehesten.

2.3. Vergleichen Sie
Ist man sich sowohl über das Mobilfunknetz als auch die Art des Mobilfunktarifes im Klaren, empfiehlt sich ein Vergleich mehrerer geeigneter Tarife, um das bestmögliche Angebot ausfindig zu machen. Hierfür eignet sich unser Handytarife-Vergleich bestens. Damit lassen sich Mobilfunktarife gezielt nach individuellen Präferenzen filtern. Probieren Sie es aus!

3. Tipps: darauf sollte man bei einem Mobilfunktarif achten
Mobilfunktarife bergen einige Besonderheiten, die man kennen sollte, um sich vor Überraschungen zu schützen. Wir zeigen Ihnen, worauf man dabei besonders achten sollte:

  • Die Tarifkonditionen eines Mobilfunktarifes gelten nur in Deutschland. Dies wird von vielen Nutzern immer wieder vergessen. Wer im Ausland telefoniert und das mobile Internet nutzt, der tut dies zu völlig anderen Preisen, da hier Roaming-Gebühren anfallen. Über die im jeweiligen Ausland geltenden Preise sollte man sich vor Reiseantritt informieren.
  • In Zeiten von Smartphones sollte die Internet-Flatrate fester Bestandteil eines Mobilfunktarifes sein. Doch muss man sich als Nutzer schnell von dem Gedanken befreien, damit das Internet wirklich grenzenlos nutzen zu können. Ganz im Gegenteil. Die Mobilfunkanbieter drosseln die Übertragungsgeschwindigkeit. Internet-Flatrates beinhalten nämlich nur ein sogenanntes monatliches Highspeed-Volumen an Daten, das dazu berechtigt, bis zu dessen Erreichen mit der maximal möglichen Geschwindigkeit im Internet zu surfen. Hat man das tarifabhängige Volumen überschritten, wird die Übertragungsrate für den Rest des Monats auf maximal 56 Kbit/s gedrosselt. Es empfiehlt sich daher, sich so oft es geht über WLAN mit dem Internet zu verbinden, um das Freivolumen zu schonen und von vornherein einen Mobilfunktarif zu wählen, der den eigenen Surfgewohnheiten möglichst gerecht wird.
  • Wer glaubt, alle Dienste mit einer Internet-Flatrate nutzen zu können, der irrt. Die Anbieter schließen so einiges in ihren Verträgen aus. Dazu zählt in erster Linie die Nutzung von datenintensiven Anwendungen wie VoIP-Dienste (z. B. Skype), Peer-to-peer-Dienste sowie das Tethering. Als Nutzer kommt man also kaum darum herum, auch das Kleingedruckte sorgfältig zu studieren.

4. Welche Mobilfunktarife gibt es?
Im Folgenden finden Sie eine detaillierte Liste aller verfügbaren Mobilfunktarife.
Tipp: für Schnäppchen-Jäger bieten wir eine gesonderte Übersicht mit rabattierten Mobilfunktarifen an: günstige Handytarife.

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